Die Stadt Hejnice liegt am nördlichen Fuß des Isergebirges auf einer Höhe von 375 m über dem Meeresspiegel; ihr Hauptfluss ist die Smědá. Der größte Teil des Gebiets gehört zum Landschaftsschutzgebiet Isergebirge.
Die Geschichte von Hejnice war eng mit der Wallfahrtskirche verbunden, deren Entstehung der Überlieferung zufolge auf das Jahr 1211 zurückgeht. Zur Heilung der Kranken trug hier vermutlich das Heilwasser bei, das in der nahegelegenen Ortschaft Libverda entspringt. Zur Bekanntmachung des Ortes trug der Franziskanerorden bei, dessen Kloster hier im Jahr 1692 von Graf František Gallas gegründet wurde.
Im 16. Jahrhundert wurden Eisenerzbergwerke eröffnet, im 19. Jahrhundert entstanden in der Gemeinde und ihrer Umgebung mehrere Textilfabriken.
Die Gemeinde Hejnice wurde am 31. Juli 1917 zur Stadt erhoben.
Sie fungiert als industriell-landwirtschaftliches Zentrum, ist aber auch ein touristischer Ausgangspunkt mit Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Der naturräumliche Wert des Gebiets ist für die Erholungsnutzung von Bedeutung. Im Bereich des Gebirgskamms befinden sich mehrere Naturschutzgebiete und geschützte Gebiete. Derzeit gewinnt die kulturelle Bedeutung von Hejnice als Wallfahrtsort wieder an Bedeutung.
In Hejnice befindet sich das Geburtshaus von Josef Riedel, dem „Glaskönig“ des Isergebirges, der hier im Jahr 1816 geboren wurde. Vor dem Haus befindet sich eine Gedenktafel, die von Josef Novotný aus der Glasmanufaktur Spider Glass in Heřmanice angefertigt wurde. Die Tafel wurde im Jahr 2024 feierlich von Maximilián Riedel, einem Nachkommen von Josef Riedel, und seiner Frau enthüllt. In Hejnice befindet sich außerdem in der Kirche „Navštívení Panny Marie“ ein monumentaler Kristallleuchter, den Josef Riedel seiner Heimatstadt und der Kirche, in der er getauft wurde, gestiftet hat.